Gehölzschnitt

Gehölzschnitt jetzt planen und umsetzen.

Gehölzschnitt

Wesentliche Gehölzrückschnitte sind ab dem 1. März nach dem Landschaftsgesetz nicht mehr erlaubt! Hier haben wir für Sie eine Übersicht über die fachlichen und gesetzlichen Voraussetzungen des Gehölzschnitts zusammengestellt.


Fachliche Qualität

In der DIN 18 919 Entwicklungs- und Unterhaltungspflege von Grünflächen ist der Pflanzenschnitt detailliert beschrieben. Unter zwingend notwendiger Betrachtung der Pflanzenarten wird zwischen unterschiedlichen Einzelmaßnahmen differenziert. Baumschnitte sind in Publikationen der FLL - Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. ausformuliert.


Verjüngungsschnitt und Auslichtungsschnitt

Mit diesem Schnitt wird eine gleichmäßige und gleich bleibende, stetige Verjüngung von Gehölzen angestrebt. Das setzt insbesondere einen regelmäßigen Gehölzschnitt (mit Beginn der Neupflanzung) voraus.


Auf - Stock setzen von Gehölzen

Sind über mehrer Jahre Rückschnitte versäumt worden, empfiehlt sich das Auf - Stock setzen von Gehölzen. In diesem Falle sollten alle Pflanzentriebe bis auf ca. 20 cm gekürzt werden.


Heckenschnitt

Hecken dienen in der Regel als Sichtschutz oder Abgrenzungen innerhalb oder grenzwertig auf Grundstücken. Sie bestehen aus Pflanzenarten, die in Reihe gepflanzt eine Mauer – oder zaunartige Funktion erfüllen. Zum Erhalt dieser Funktion werden die einjährigen Triebe mehrmals im Jahr geschnitten.


Gehölzflächenformschnitt

Diese Art des Gehölzschnittes wird immer beliebter. Hier werden geeignete Pflanzen auf flächigen Gehölzbeständen analog des Heckenschnittes zurück geschnitten.


Baumschnitt

Der Baumschnitt dient zunächst zum Erhalt des Baumbestandes. Auf Grund der Baumstandorte ist auch zum Erhalt der Gebäude Baumschnitt erforderlich. Gängige Baumschnittmaßnahmen sind:

Baumschnitt
  • Schnitte zur Kronensicherung
  • Schnitte zur Kronenauslichtung
  • Totholzentfernung
  • Baumfällung
  • Baumrodung

Gesetzliche Vorgaben

Neben den fachlichen Voraussetzungen sind Gesetze und Satzungen bei den unterschiedlichen Gehölz- und Baumschnitten zu beachten.


Gesetz zur Sicherung des Naturhaushaltes und zur Entwicklung der Landschaft (Landschaftsgesetz – LG)

In § 64 wird darauf hingewiesen, dass in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September keine wesentlichen Gehölzrückschnitte durchgeführt werden dürfen. Im Rahmen dieser Regelung sind lediglich schonende Form – und Pflegeschnitte erlaubt. Diese Regelung wird von den Kommunen und Gemeinden in unterschiedlicher Form ausgelegt.


Nachbarrechtsgesetz

Im Nachbarrecht werden Grenzabstände für Gehölze und Bäume reglementiert. Hier wird nach Entfernung in Abhängigkeit zur Pflanzart unterschieden. Entfernung bzw. Rückschnitt ist unter Gesetzesgrundlage zu beachten.


Baumschutzsatzungen

Eine Vielzahl der Kommunen und Gemeinden verfügen über Baumschutzsatzungen. In unterschiedlichen Ausprägungen stehen Bäume unter dem besonderen Schutz. Diese Satzungen gilt es bei Baumpflegemaßnahmen aber insbesondere bei Baumentfernungen zu berücksichtigen.


Verkehrssicherung

Jeder Eigentümer ist verpflichtet seine im Besitz befindlichen Objekte regelmäßig zu begehen. Die Begehungen sollen mögliche Risiken aufspüren, die zu Schäden an Dritte führen können. Diese Begehungen sind zu dokumentieren. Geeignete Maßnahmen zur Behebung der Risiken sind einzuleiten. Insbesondere ist der Baumbestand auf mögliches Gefahrenpotential zu sichten. Aber auch das Freischneiden von Leuchten, Rettungseinrichtungen und Hausnummernschilder ist Gegenstand der Verkehrssicherung.