Sinnes/grün

Der Demenzgarten als Beispiel.

Bei Demenzerkrankungen, einem durch die gesellschaftliche überalterung stark zunehmenden Krankheitsbild, sind vor allem Gedächtnis, Sprache und Orientierungsfähigkeit beeinträchtigt. Aus diesem Krankheitsprofil sind spezifische Planungsanforderungen abzuleiten. Einige Elemente werden hier beschrieben.

  • Ansprechend gestaltete Einfriedung mit Bepflanzung, die in ihrer Funktion als Sicherung gegen Entweichen nicht erkennbar ist
  • Großzügig bemessene Terrassen, direkt vor barrierefreiem Zu- und Ausgang, der klar erkennbar sein muss
  • Die Bepflanzung mit Bäumen, Hecken und Blütenstauden gliedert den Raum und leistet damit einen Beitrag zur Orientierung
  • Bepflanzung wirkt klimatisch ausgleichend, schafft Schattenbereiche und erlaubt den Nutzern die jahreszeitliche Orientierung. Sie bietet sinnliche und kognitive Anreize (Berühren, Wiedererkennen) sowie Handlungsanreize (Pflege, Ernte)
  • Ein Wegesystem, das von der Terrasse ausgeht und dort endet und auf dem man bequem nebeneinander gehen kann
  • Wasser zum Berühren: Brunnen oder Quellsteine

Eine ganzheitlich und nach den "Therapieerfordernissen" gestaltete Grünanlage verbessert die Lebensqualität der Nutzer, erweitert das therapeutische Spektrum und spart langfristig Kosten.



Demenzgarten Demenzgarten